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[Startseite SPS | Fächer und Lernbereiche | Startseite vorfachlicher Unterricht | Unterrichtsmaterialien] Entwurf für eine
Unterrichtsstunde im vorfachlichen Unterricht 1 Planungszusammenhang 1.1 Thema der Unterrichtseinheit Zeichnen mit Fineliner: Charakterisierung von Flächen durch verschiedene graphische Strukturen (Teil 1) 1.2 Gliederung der Unterrichtseinheit 1. Std.: Zeichenexperimente mit dem Fineliner 2. Std.: "Ullis Katze im
Koffer" – Gestalten der Katze durch sachrichtige Kontur und
Strukturierung von Fell und Augen. 2 Lernziele 2.1 Intention der Unterrichtseinheit Die Schülerinnen und Schüler
2.2 Stundenziel Die Schülerinnen und Schüler zeichnen mit Fineliner Oberflächenstrukturen unterschiedlicher Materialien. 2.3 Teilziele Die Schülerinnen und Schüler
3 Didaktisch – methodische Vorüberlegungen Im Mittelpunkt der Stunde steht die Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit der Oberflächenstruktur unterschiedlicher Materialien. Die Auseinandersetzung erfolgt auf unterschiedlichen Ebenen: tasten, betrachten, darüber sprechen und schließlich zeichnen. Es steht ein sorgfältig ausgewähltes Angebot an natürlichen, das Auge und den Tastsinn stimulierender Materialien zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler sollen in ihrer "Sinnlichkeit" und ihrem individuellen Wahrnehmungs– und Ausdrucksvermögen gefördert werden. Dabei ist zu beachten, dass die Verbindung von sinnlicher Erfahrung und Sprache, also zum Beispiel das differenzierte Sprechen darüber, wie sich Fell anfühlt und welche Unterschiede bezüglich der Haarlänge und Haarbeschaffenheit man bei den verschiedenen Fellstücken beobachten kann, sehr anspruchsvoll ist. Es sollen daher bei der Beschreibung der Felle folgende Eigenschaften genügen: lange – kurze Haare, gerade – lockige Haare. Trotzdem erscheint mir das Verbalisieren der Beobachtungen sehr wichtig, weil dadurch Unterschiede deutlicher werden und den Schülerinnen und Schülern die Strukturen der Materialien klarer werden. Das ist die Voraussetzung für die Phase der Exploration bzw. Produktion. Diese Erarbeitung soll exemplarisch an zwei Materialien (Fell und Stoff) im Sitzkreis erfolgen. Zwei oder mehr Kinder machen in der Mitte des Stuhlkreises Zeichenversuche, um die Aufgabenstellung und mögliche Problemlösung für alle Kinder zu verdeutlichen. Die Nutzung der Tafel wäre meiner Ansicht nach weniger geeignet, da erst der Stuhlkreis in einen Stuhlhalbkreis aufgelöst werden müsste und die Schülerinnen und Schüler sowieso mit Stift und Papier mehr in ihrem "Element' sind. Die praktische Arbeit der Schülerinnen und Schüler findet an Gruppentischen statt (4–6 Kinder). Somit sind die Materialien den Kindern gut zugänglich und die Möglichkeit der Kooperation und des Austausches ist gegeben. Als Lernhilfe stehen den Schülerinnen und Schülern Kopien von Materialien, die eine kompliziertere Struktur aufweisen, zur Verfügung. Bei der Formulierung der Arbeitsanweisung durch die Lehrerin soll auf diese Hilfen nur kurz hingewiesen werden, denn es ist anzunehmen, dass vielen Kindern die Materialien genügen, um zum Zeichnen zu kommen. Die Kopien können insofern eine Hilfe sein, weil sie die Dreidimensionalität der Objekte auf die Zweidimensionalität eines Bildes reduzieren. Die Schülerinnen und Schüler benutzen vorbereitete Blätter, damit sie gleich zu ihren Zeichen–Experimenten kommen können. Das Ausfüllen des ganzen Blattes ist nicht gefordert! Die Präsentation und Auswertung der Ergebnisse stellt einesteils die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler ins Zentrum der Aufmerksamkeit und dient der Sicherung, andernteils ergeben sich weitere Lernchancen. Jedoch wird diese Phase im Verhältnis zur zweiten und dritten Phase kurz gehalten. Wahrnehmungen zu den Schülerarbeiten können die Problemstellung zu Beginn der nächsten Kunststunde erneut in den Blick nehmen (Reaktivierung der Beobachtungen und Erkenntnisse). 4 Literatur Grünewald, D. / Damm, M.– Spielerisches Zeichnen. Lockerungsübungen. In– Kunst und Unterricht. Heft 229 / Januar 1999. Knauf, Tassilo und Anne– Nachdenken über Kunstunterricht. In– Mit Kindern Kunstunterricht machen. Hrsg.– Knauf, Anne und Tassilo. Baltmannsweiler 1997. Senatsverwaltung für Schule, Berufsbildung und Sport: Vorläufiger Rahmenplan für Unterricht und Erziehung in der Berliner Schule. Grundschule. Fach Bildende Kunst. Berlin 1991. Unterrichtsideen. Anfangsunterricht Kunst. 1. und 2. Schuljahr. Hrsg.– Burkhardt, H./ Hüttenmeister, H./ Scholler, D. u.a. Stuttgart 1997. 5 Verlaufsplanung 1. Phase– Einführung, ca. 3 Min. Sitzkreis – Begrüßung, Herstellen einer Arbeitsatmosphäre – Ln knüpft durch Erinnerung an das Kinderbuch "Die Eisenbahn–Oma" an bisherige Arbeit im LB Deutsch an und leitet durch ein kurzes Weitererzählen der Geschichte zur neuen UE über. – Medien.– Stofftier (Katze) 2. Phase– Problemstellung und Aufgabenstellung, ca. 17 Min. Sitzkreis – Sch fühlen und betrachten
Fellstücke – Aufgabenstellung für die
Stunde: Zeichnen mit schwarzem Fineliner Arbeitsanweisung für die
folgende Phase Medien: Fellstücke, grober Stoff, Gestricktes, Sand, Holzstücke, Steine, Papiere, Edding–Stift 3. Phase: Exploration / Produktion, ca. 15 – 20 Min. Einzelarbeit an Gruppentischen – Sch betrachten und befühlen
die angebotenen Materialien Ln bietet für sehr schnell
arbeitende Kinder eine Zusatzaufgabe an.– Zeichnen der Medien: Materialien (s.o.), Fineliner, vorbereitete Blätter, Kopien der Materialien, eventuell eine Lupe, Fühlsäckchen mit Muschel. 4. Phase: Auswertung, ca, 5 – 10 Min. Sitzkreis Sch zeigen ihre Arbeiten Medien: Materialien (s.o.), Arbeiten der Schülerinnen und Schüler |